20. November 2021

Adventsmarkt auf dem Wintringer Hof

Klangwelten inzwischen Raum und Zeiten... vereint mit der Stille befreit sich das Geistige aus der Isolation...

Musikalische Reflexionen zum Advent 2021: Barbara Neumeier (Blockflöte) und Julien Blondel (Cello)


20. November 2021

UNESCO-Bio­sphä­ren­reservat Blies­gau – Kunst­wan­dern für den Wan­del

KulturOrt Wintringer Kapelle – Katholische Kirche Maria Heimsuchung Auersmacher (Einfache Wegstrecke ca. 6 km)

Auf Initiative des Regionalverbandes Saarbrücken widmet sich prozessorientiert, seit 2020 ein Kunstprojekt im UNESCO-Biosphärenreservat Bliesgau der Zukunft der Erde. Die Schauplätze des Projektes sind die kath. Kirche Maria Heimsuchung in Auersmacher und der KulturOrt Wintringer Kapelle auf dem Wintringer Hof. Beide Orte liegen im UNESCO-Biosphärenreservat Bliesgau, das als Modellregion und Ideenlabor für ein zukunftsfähiges Miteinander von Mensch und Natur steht.

Galleriebild #1
Galleriebild #2
Galleriebild #3

Beide Schauplätze sind über einen imaginären „Weg des Wandels“ verbunden, der begleitet von wunderbaren Blickachsen durch die alte Kulturlandschaft des Bliesgaus ein ganz neues Format des Unterwegsseins ermöglicht: Kunstwandern für den Wandel.

Als Inspirationsquelle für unterwegs steht eine Auswahl von poetischen Texten zur Verfügung, die als kleine Broschüre erhältlich ist, aber auch heruntergeladen werden kann.

Broschüre Weg des Wandels

28. Oktober 2021

Filmvorstellung: [Ver]WANDLUNG – Welten­kreis Erde

Zum aktuellen Kunstprojekt wurde von Peter Michael Lupp und Hannah Bernardy ein Begleitfilm realisiert.

Zur Projektseite

6. August 2021

Buchvorstellung: UNESCO-Bio­sphä­ren­reservat Blies­gau – Inspiriert von der Schöp­fungs­kraft der Natur und ihrer Symbole

Inspirierendes Buch vermittelt kulturelle Bildung für nachhaltige Entwicklung über die Sprache der Natur

Buchcover UNECSO-Biosphärenreservat Bliesgau

Reich bebilderte Publikation im Format 28 x 28 cm, Hardcover, 72 Seiten
ISBN 978-3-947148-02-8
Preis: 9,95 € (Schutzgebühr)

Die UNESCO hat im Jahre 2009 das Biosphärenreservat Bliesgau als 15. Modellregion in Deutschland anerkannt und mit einem Auftrag verknüpft: Auf Basis der speziellen Ressourcen dieser Kulturlandschaft soll erforscht und experimentiert werden, wie hier Menschen besser im Einklang mit der Natur leben und wirtschaften können. Mit den gewonnenen Erkenntnissen können nachhaltigere Lebens- und Wirtschaftsformen entwickelt und beispielgebend verbreitet werden. Doch wie lässt sich eine solche Vision in einer konsum- und effizienzorientierten Gesellschaft glaubwürdig verwirklichen? Wie können Menschen mit allen Sinnen begreifen, was die Anerkennung als UNESCO-Biosphärenreservat bedeutet und welche Chancen sich daraus entfalten, um eine zunehmende Harmonisierung des Menschen mit der Natur und der Biosphäre Erde einzuleiten?

Vor dem Hintergrund, dass in allen Zivilisationen auch Symbolzeichen als fundamentaler Ausdruck von Leben, Wachstum und geistigem Reifen eine Rolle spielen, entwickelten der Kulturreferent des Regionalverbandes Saarbrücken, Peter Michael Lupp, und die Grafikerin Elke Birkelbach die Idee, das Entwicklungspotential des UNESCO-Biosphärenreservates Bliesgau über die ureigene Sprache der Natur zu vermitteln und in einem Sinn- bzw. Symbolbild darzustellen. Für den „flüchtigen Blick“ entlang der Autobahnabschnitte, die das Biosphärenreservat Bliesgau flankieren, dient dieses besondere Bild schon seit einiger Zeit als Erkennungszeichen des UNESCO-Biosphärenreservates Bliesgau. Als beispielgebende Initiative zur kulturellen Bildung für nachhaltige Entwicklung hat das Duo nun eine feinsinnige Publikation in Buchform fertiggestellt, die dieses SinnBild kreativ und bürgernah entschlüsselt und vermittelt.

Der Titel lautet: UNESCO-Biosphärenreservat Bliesgau – inspiriert von der Schöpfungskraft der Natur und ihrer Symbole. Die Inhalte verdeutlichen auf poetische Art und Weise die Zusammenhänge zwischen Mensch und Natur. Dabei kommt der „Goldene Schnitt“ als harmonisches Universalverhältnis in der Natur zum Tragen. Er spiegelt den Erkenntnisprozess des Menschen bezüglich seiner Verantwortung für die Umwelt, deren nachhaltiger Entwicklung und letztlich als Wegweiser für ein gutes Leben. Die Initiative dazu entstand im Regionalverband Saarbrücken im Rahmen der strategischen Kulturarbeit der Regionalentwicklung.

Die Natur spricht viele Sprachen. Wenn wir Wissen darüber erhalten und genauer hinschauen, öffnet sie uns die Augen für neue Visionen, Lebensräume im Einklang mit ihr zu gestalten. Die Offenbarungen der Gesetzmäßigkeiten der Natur liefern uns sozusagen die Bausteine zu einer harmonischen Koexistenz zwischen ihr und der menschlichen Kultur. Unsere Fokussierung auf Fakten, Statistiken, Zahlen verengt zuweilen den Blick. Es braucht daneben eine neue Form des Erzählens und der Auseinandersetzung. Wer den tieferen Sinn der Biosphärenreservate verstehen will, muss Empathie für unseren Lebensraum Erde entwickeln und diese erwacht, wenn Menschen die Sprache der Natur übersetzen und nachempfinden können. So entstand die Idee, eine Zukunftsvision dieser Erde aus dem Biosphärenreservat Bliesgau mit der Sprache der Natur und ihren Symbolen herzuleiten und so zu vermitteln, dass sie für möglichst viele Menschen erkennbar und erfahrbar wird.

Autor Peter Michael Lupp und die Gestalterin Elke Birkelbach

Diese Publikation und die begleitende Bildungsoffensive verstehen sich als Experiment zur Verbreitung von sinnstiftenden sowie ökologisch, wirtschaftlich und ethisch tragfähigen Lebensformen im Biosphärenreservat Bliesgau im Rahmen von kultureller Bildung für nachhaltige Entwicklung. Wir möchten eine neue Verständigungsebene schaffen, die Natur in ihrer ganzheitlichen Vielfalt neu zu entdecken, bewusst wahrzunehmen, zu erkennen, dass wir ein Teil von ihr sind und dass wir unser Handeln für die Zukunft durch dieses Wissen verbessern können. Darin liegt ein Schwerpunkt des Forschungsauftrages der UNESCO für das Biosphärenreservat Bliesgau.

Verbandsvorsteher Landrat Dr. Theophil Gallo und Regionalverbandsdirektor Peter Gillo

Bezugsquellen

Saarpfalz-Touristik (nur Abholung)
Tel. 06841 / 104-7174
touristik@saarpfalz-kreis.de
www.saarpfalz-touristik.de
Tourist Info Saarbrücker Schloss
Tel. 0681 / 506-60 06
touristinfo@rvsbr.de

Presseinformation  


20. Juli 2021

Konzert für Schafe und die Vielfalt der Arten

Trioformation Autochthon reagiert mit Klangexperiment auf Corona und den Notstand der Natur

In einer Zeit in der die Menschheit durch eine Virus-Pandemie auf dem Prüfstand steht und gleichzeitig ihr einziger Lebensraum von einem enormen Artensterben heimgesucht wird, haben drei experimentierfreudige Musiker – Hartmut Oßwald (Saxophone, Bassklarinette), Stefan Scheib (Kontrabass) und Wolfgang Schliemann (Schlagwerk) – ein außergewöhnliches Kunstprojekt realisiert.

Die Trioformation trägt den Namen „Autochthon“ (altgriechisch: Αὐτόχθων = „Erdentsprossener“ für „einheimisch, eingeboren, alteingesessen oder hier entstanden“) und in diesem Sinne verstehen sich die Musiker als Eingeborene des mitteleuropäischen Raums, als Einheimische sind sie bodenständig, als Weltbürger alteingesessen. Verwurzelt im Tradierten und offen für Impulse und Fragen von außen sind sie dem Klangreichtum und der Vitalität der improvisierten Musik verbunden.

In einer Zeit in der die Menschheit durch eine Virus-Pandemie auf dem Prüfstand steht, zog die Formation im Sommer ins Biosphärenreservat Bliesgau, um ein Konzert für Schafe und mit gleichem Ton auch für die Artenvielfalt aufzuzeichnen. Schauplätze waren der KulturOrt Wintringer Kapelle auf dem Wintringer Hof nahe Kleinblittersdorf und offene Schafweiden zwischen Seelbach und Heckendalheim.

Vor Ort – im Offenen – knüpfte die Trioformation auf künstlerische Art und Weise (Klang – Film – Poesie) an das Verhältnis des Menschen zu seinem Lebensraum – die Biosphäre Erde – an. Unter dem Leitsatz „Man and the Biosphere – Der Mensch und die Biosphäre“ bringt die UNESCO ihre Vision von nachhaltigem Zusammenleben von Mensch und Natur auf den Punkt.

Der Künstler/Freund des Trios KunstSchäfer Rudolf Schwarz hat das Projekt mit seinem Fachwissen als Schäfer inspiriert und konnte die Bliesgau-Bio-Schäferei Ernst in Assweiler/Seelbach mit ihrer Schafherde als Beteiligte gewinnen. Die filmische Bearbeitung realisierten Katharina Bihler, Stefan Scheib und Hartmut Oßwald. Peter Michael Lupp (Kulturreferent Regionalverband Saarbrücken) reflektierte das Werk mit einem poetischen Prolog und aktuellen Bezügen u.a. zum Biosphärenreservat Bliesgau.

Entstanden ist ein Gesamtkunstwerk: Skurrile Klang- und Bildwelten über die sich im ersten Augenblick sogar schmunzeln lässt und zugehörig eine Textur, die zum Nach- und Weiterdenken einlädt. Spätestens auf den zweiten Blick erahnen die Zuschauer, was sich das Trio nebst heiterer Freude am Experiment, in einer zauberhaften, spätsommerlichen Kulturlandschaft auf die Fahnen geschrieben hat: Die Wirklichkeit auch vor dem aktuellen Hintergrund von Corona und Ökozid, aus einer anderen Perspektive wahrzunehmen und mit der Kulturlandschaft – Biosphäre – Bliesgau auf direkte weise künstlerisch in Beziehung zu treten und eben nicht in Form eines klassischen Auftritts, einem Konzert vor Menschen. Die begleitenden Texte lassen die Intention im Kern verstehen und weben die Bilder und Klänge wie ein Gedicht zusammen.

Auf der Suche nach Hoffnungsfeldern einer ökologisch und ethisch vertretbaren Daseinsform des Menschen experimentiert die ungewöhnliche Idee letztlich auch mit der Frage, inwieweit Klangwelten, poetische Bilder und Texturen eine transformative Energie zwischen Lebewesen und Lebensraum auslösen können.

Peter Michael Lupp zum Experiment

Zur Projektseite

17. Juni 2021

SR Interview mit Holger Büchner

Über Kunst, Kultur und Natur das Bewusstsein transformieren

Vor dem KulturOrt Wintringer Kapelle, mitten im Biosphärenreservat Bliesgau, liegt seit Kurzem eine große aus Holzsegmenten gestaltete Kugel, ein Werk des Bildhauers Martin Steinert. Peter Michael Lupp, Kulturreferent beim Regionalverband Saarbrücken, erklärt im Gespräch mit SR-Moderator Holger Büchner die Idee dahinter.

Zum Anhören in der SR Mediathek  

Weltenkreis Logo

Unter dem Titel [VER]WANDLUNG – Weltenkreis Erde widmet sich im UNESCO-Biosphären­reser­vat Bliesgau (Deutschland/Europa) aktuell ein Kunstprojekt dem anstehenden ethischen und ökologischen Wandel innerhalb der Weltgemeinschaft. Dabei thematisiert die Sprache der Kunst und der Poesie die Vision eines partizipativen Transformationsprozesses zugunsten einer besseren Welt. Das weltweite Netzwerk der Biosphären­reser­vate wird in diesem künstlerischen Akt im Jahr des 50. Jubiläums des UNESCO-Programms „Der Mensch und die Biosphäre“ unmittelbar integriert.

Projektvorstellung

Zur Projektseite 


6. April 2021

[Ver]WANDLUNG – Welten­kreis Erde

Im Rahmen der jährlichen Kunstprojekte per annum realisierte der Bildhauer Martin Steinert am KulturOrt Wintringer Kapelle im April 2021, in gleicher Technik wie in Auersmacher, eine hölzerne Skulptur in Form einer Kugel. Sie trägt den Titel „[Ver]Wandlung – Weltenkreis Erde“ und reagiert im künstlerischen Prozess auf die Installation Mensch – Heil oder Dorn der Schöpfung, die der Künstler 2020 in der kath. Kirche Maria Heimsuchung in Auersmacher geschaffen hat.

Galleriebild #1
Galleriebild #2

Die Skulptur „Weltenkreis Erde“ artikuliert über die Sprache der Kunst den heilsamen Prozess eines sozialen und ökologischen Wandels der Menschheit zugunsten einer besseren Welt. Im globalen Netzwerk von derzeit 714 UNESCO-Biosphärenreservaten kann diese „Verwandlung“ eine besondere Dynamik erfahren.

Zur Projektseite

15. März 2021

Heiliges Compo­stelanisches Jahr

Leitbildkarte zum Heiligen Compostelanischen Jahr (Año Santo Jacobeo)