Kulturort Wintringer Kapelle    
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Epilog

Die Deutung der Zeichen und Symbole, die Hermann Bigelmayr seinem Werk „Das Kreuz im Nichts“ eingehaucht hat, fordert daher die Betrachter zur Schärfung des Sehvermögens und zur Bildmeditation. Im günstigen Fall wird man durch einen neuen [Durch-]Blick beschenkt. Ein Blick, der daran erinnert, dass wir letztlich – aus dem Nichts – in uns selbst, die Zutaten für den inneren Frieden entdecken, um den äußeren Frieden in einer erneuerten Wertegemeinschaft Hand in Hand mitgestalten zu können. Selbst dann, wenn die Hände im Gegenüber noch nicht ausgestreckt sind.

Eine Bereitschaft zum Händereichen und gleichfalls, sich mit den Zeichen unserer Zeit auseinanderzusetzen, um unsere Lebenswelten mit einer Poesie des Herzens aktiv zu gestalten, anstatt sich wegzuducken, wäre eine gut erlernbare Ouvertüre. Werke wie „Das Kreuz im Nichts“ können dabei helfen.

Sind sie doch in der Lage, die Bausteine einer versöhnenden Ethik – nennen wir es „Das Göttliche hinter dem Nichts“ – zu erkennen und sie wie Samenkörner auf einem brachliegenden Acker zu verstreuen.

 
 
 
Impressionen der Auftaktveranstaltung zum Themenjahr: Marie Colombat reflektierte die Bildsprache musikalisch auf dem Cello.