Kulturort Wintringer Kapelle    
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Friedensgespräche

Unter dem Titel „Moving Identity“ hat Leslie Huppert 1999 – 2011 variable Installationen entwickelt, die an verschiedenen Orten für ­Betrachter zugänglich gemacht werden.

„Ich beschäftige mich in diesem Teil des Projekts mit dem Thema ­Migration, sei es durch Flüchtlingswellen, die durch Kriege, Hunger und Armut ausgelöst werden oder durch freiwillige Migration aus wirtschaft­lichen Gründen sowie aus Motiven der persönlichen Selbstverwirklichung.

Wir befinden uns in einer Zeit gewaltigen Umbruchs, die vielen Menschen Angst macht und Verantwortungslosigkeit, Gier und Rücksichtslosigkeit fördert, da viele sich nicht mehr mit ihrer Umgebung und ihrem sozialen Umfeld identifizieren, sondern im Wesentlichen für sich und ihre Kinder denken und handeln. Für mich ist es ein guter Ansatzpunkt, sich mit ­Fragen der eigenen Vorstellungen, den eigenen utopischen Konzepten und Ideen auseinanderzusetzen.“

Aus aktuellem Anlass werden zusätzlich zur Installation „Il fait froid“ am KulturOrt Wintringer Kapelle „Friedensgespräche“ gezeigt, die im ­Rahmen dieses Aktionsprogramms der Künstlerin aufgezeichnet wurden.

Friedensgespräche
Random mobile peace-talks
Leslie Huppert
Stadtgalerie Saarbrücken 2011
Projekt und Videoinstallation

An einem Tisch sitzen sich zwei Personen gegenüber. Eine stellt Fragen, die andere antwortet. Die einfachen, fast kindlich-naiv anmutenden ­Fragen werden sehr reduziert und spontan gestellt und führen mit ihrer stark subjektiven Prägung in die Spannungsverhältnisse von Wirklichkeit und Utopie sowie von Machbarkeit und Unmöglichkeit.

Auf Fragen nach Frieden und Krieg reagiert die antwortende Person mit umfangreichen Überlegungen, verliert sich in der Unübersichtlichkeit und Komplexität des Themas. Im Bemühen um eine Lösung bleibt am Ende der Antwort nur Verwirrung.

Die Aktion fand 2011 in der Stadtgalerie Saarbrücken statt. Die Frage-Antwort-Aktion wurde während der gesamten Ausstellungsdauer mit ­verschiedenen Teilnehmern durchgeführt, wobei die Fragende immer die gleiche Person ist. Die Gespräche wurden von oben gefilmt und in der ­Installation je nach Raumsituation an die Wand oder auf einen Tisch ­projiziert. [Dokument zum Download]