Kulturort Wintringer Kapelle    
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Die verborgene Botschaft
 

Am Vortag der Veranstaltung begannen alle Beteiligten damit, ihre individuell gesammelten Steine in einem umrahmten Segment auf dem Boden der Wintringer Kapelle zu hinterlegen. Mit Bedacht suchte nacheinander jeder einen Platz für seinen Stein.

Am 1. Mai 2006 waren die BesucherInnen zur Frühlingsveranstaltung ganztägig eingeladen, sich zu beteiligen und ihre Botschaft durch einen mitgebrachten Stein in der bereits begonnen Bodeninstallation zu integrieren. Im Verlauf des Tages füllte sich das Bodenbild durch mitgebrachte Steine von Besuchern aller Altersgruppen. Der Prozess wurde durch „Klangbildern“ von Astrid Naegele (Solo-Violoncello) begleitet.

Als Fundreservoir dient mitunter das reichhaltige Steinvorkommen auf den Feldern der Oberen Saar, durch deren Landschaft sich eine Route des Jakobsweges vorbei an der Wintringer Kapelle in Richtung Santiago de Compostela schlängelt. Insgesamt ging es um die Sichtbarmachung einer Struktur auf dem Steinboden der Wintringer Kapelle durch die gestaltende Kraft jedes Einzelnen, der mit seinem Steinzeichen eine Botschaft zurücklässt und damit dem Ort etwas Persönliches hinzufügt. Dies ist auch seit der Entstehung dieses mittelalterlichen Bauwerkes immer wieder in den unterschiedlichsten Zeitschichten mit verschiedenen Ausdrucksmitteln passiert.