Kulturort Wintringer Kapelle    
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Tempus Fugit | Herbst im Mittelalter - Herbst des Mittelalters
 

Mit fröhlichen Trinkliedern und ausgelassenen Tänzen drückten die Menschen ihren Dank und Hoffnung auf eine ebenso gute Ernte im kommenden Jahr, aber auch den Abschied vom Sommer aus. Auf ihre Weise taten das auch die Mönche durch Gebete und Rituale – ruhiger und in sich gekehrt innerhalb der klösterlichen Mauern des Prämonstratenserpriorats Wintringen. Die Kirche ist im Leben des mittelalterlichen Menschen ein zentraler Ort des Heils – von der Geburt an bis zum Tod. Der Dank an Gott und die Ehrfurcht vor der Natur spielten eine wichtige Rolle. Die Menschen waren sich stets bewusst, dass alles in den großen Kreislauf des Werdens und Vergehens eingebunden ist: Im Korn ruht das Leben während des Winters, um im Frühling wieder neu zu erwachen.