Kulturort Wintringer Kapelle    
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Tempus Fugit | Herbst im Mittelalter - Herbst des Mittelalters
 

Herbstzeit: Zeit der Ernte, Zeit der Freude, Zeit des Dankes. Große Feste beginnen mit der Ankunft der letzten Fuhre der Ernte auf dem Hof – viel Arbeit liegt hinter den Bauern. Ihre Dankbarkeit für die reichlichen Gaben gilt der Erde und der Sonne, der Natur – und Gott, so wie dies heute noch bei dem traditionellen Erntedankfest im Oktober auf dem Wintringer Hof der Fall ist.

Der Kreislauf von Blühen und Welken, von Werden und Vergehen: Er gilt im Mittelalter für die immer wiederkehrende Abfolge der Jahreszeiten ebenso wie für das eigene Leben. Der Herbst ist aber auch Zeit der Rückschau auf das vergangene Jahr und Zeit des Abschieds: Er bildet den Abschluss der Vegetationsperiode und steht für das ausklingende Sommerhalbjahr, den Beginn der dunklen Jahreszeit. Die Tage werden kürzer, die Schatten länger – nicht ohne Grund ist der Tod im Mittelalter oft ein „Schnitter“, der mähend über die Felder geht.