Kulturort Wintringer Kapelle    
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Das ICH zum L ICH T

Bedächtig lenkt Valérie Hendrich ihre Lichtspur über Boden und Wände, unaufdringlich und dennoch wie magnetisch angezogen nach Osten. Genau hier wird das Bauwerk inspiriert von der Morgensonne aus dem Osten – dem Orient. Aus der morgendlichen Lichtströmung schöpfen Menschen seit jeher Orientierung, Lebenskraft und Hoffnung auf Gott. Schon in frühen Zeiten werden daher Kirchenbauten mit der Apsis nach Osten ausgerichtet, so als wäre man sich ohne jeglichen Zweifel bewusst, dass der Reflex des Sonnenstrahls aus dem Osten jeden Morgen das ICH der Lebewesen des Erdenkreises im eigenen Gewahrsein bestimmt und nährt.

 
 

Doch Sonnenlicht ist – ebenso flüchtig, wie irdisches Leben – verändert, schafft augenblicklich immer neue Perspektiven und misst gar die Zeit… die stetig flieht. Fast scheint es, die Überblendungen des Films wollten das Geheimnis der Lichtkraft lüften, denn diese spendet Kraft und Energie – wie bei jedem Leben – nur im Fließen und der richtigen Dosis.

Und so fließt an jenem Kristallisationspunkt an der Ostwand des alten Kirchenraumes das ICH zum L ICH T auf der Spur von Kraft. Energie aus der heilsam Leben quillt: Ohne Licht kein Leben.