Kulturort Wintringer Kapelle    
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Ohne Licht kein Leben

Entlang der füllenden Kraft des Sonnenlichtes lässt Valérie Hendrich die Kamera zunächst zwischen Himmel und Erde über die nährende Natur der alten Kulturlandschaft streifen, in die vor etwa 1000 Jahre ein bis in die Gegenwart glimmender Kulturort – eine Prioratskirche – eingebettet wurde.

 
 

Die Suchbewegung findet einen Halt in den Resten des Chors der spätgotischen Kirche. Weit geöffnet verschafft sich das Objektiv zunehmend Raum, tastet sich beständig zwischen Vergangenem und Gegenwärtigem voran, als wolle es das Unsichtbare ins Sichtbar transformieren. Behutsam fängt sich die Linse Lichtströmungen, als wären sie zeitübergreifende Bewegungen. Die durchwirkende Kraft des Lichtes erleichtert Übergänge. Der Ort scheint durch das einwirkende Licht neu zu entstehen – gewinnt an Volumen – und löst sich gleichfalls auf. Der Raum mit seiner Hülle – fragmentarisches Mauerwerk – als Rand der irdischen Dinge, tränkt sich mit überlebensnotwendiger Nahrung: Licht.

Immer wieder überfüllt das Licht, löst auf in ein diffuses – wohin? Lux – das ausströmende Licht – hat die Kraft zur Blendung und Orientierung zugleich.