Kulturort Wintringer Kapelle    
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Als wir nach draußen treten, hat ein sanfter Frühlingsregen eingesetzt. Trotzdem machen sich die meisten Besucher gemeinsam auf den Weg. Die Route, von Peter Michael Lupp ausgesucht, führt über ein Stück eines wiederentdeckten Pilgerweges. Ein Blick zurück. Vom Weg aus ist zu sehen, wie weit der Hofkomplex mit seinen Stallanlagen, Werkstätten, mit dem Gewächshaus und dem Hofladen sich ausdehnt. Ein kleines Stück Gemeinwohl-Ökonomie in einer uralten Kulturlandschaft. Dann sind wir im Wald. Aufstieg zum Kappelberg. Die Erde riecht frisch. Buschwindröschen, Märzenbecher und andere Frühblüher blühen schon. Der Bärlauch ist da. Die Knospen an den Buchen und Eichen sind prall. Auch jetzt am Nachmittag ist noch ein vielstimmiges Vogelkonzert zu hören. Mönchsgrasmücke und Buchfink, Rotkehlchen und Kohlmeise.
 
 

An einem freigelegtem mit Feldsteinen befestigten Wegestück halten wir inne. Ein Überrest von einem versunkenen mittelalterlichen Stück Straßenbau, vielleicht sogar aus römischer Zeit, erklärt Peter Michael Lupp.

Auch Jakobspilger sind hier im Schutz von Kaufmannszügen auf ihrem Weg nach Santiago de Compostela durchgezogen. Erst kürzlich hat man die Steine im Boden wieder entdeckt. In einem Qualifizierungsprojekt mit Jugendlichen auf der Suche nach Perspektiven wurden die Relikte freigelegt.