Kulturort Wintringer Kapelle    
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Ein zweiter Einstieg, diesmal über ein Bild, eine Ikone unserer Epoche: "Blue marble", das Foto der Erde, aufgenommen aus 45.000 Kilometern Entfernung durch die Besatzung des Raumschiffs Apollo 11 im Dezember 1972, ein paar Monate nach Erscheinen der "Grenzen des Wachstums". Drei Schlüsselwörter sind für die zeitgenössische Deutung des grandiosen Bildes wesentlich: Als die Menschheit zum erstenmal in ihrer Geschichte den blauen Planeten von außen sah, staunte sie über seine Schönheit, seine Einzigartigkeit, seine Zerbrechlichkeit. Aber was macht ihn so schön, so einzigartig? Was ist daran so zerbrechlich? Es ist dieses „Muster aus Wolken, Ozeanen, grünem Land und Böden“ (Brundtland-Bericht), diese hauchdünne, zarte Schicht, die alles Leben trägt – die Biosphäre. Die Liebeserklärung an den blauen Planeten und der Respekt vor dem winzigen Ausschnitt Biosphäre vor unserer Haustür sind komplementär.
 
 
Plötzlicher Gedankenblitz, hier an diesem Ort im Biosphärenreservat Bliesgau: Die ganze Erde nach und nach in ein Biosphärenreservat umwandeln – das wäre doch genuin nachhaltig, oder? Die weltweit 553 heutigen Reservate sind nur ein Anfang, Pioniergewächse sozusagen, aber als solche unendlich kostbar.