Kulturort Wintringer Kapelle    
Header-Grafik  
 
   
 
Der Hof, sagt Peter Michael Lupp zur Begrüßung, bildet sozusagen die "Pforte" zum Biosphärenreservat Bliesgau. Sie besteht aus zwei Säulen. Eine Gemeinschaft – mit zum Teil behinderten Menschen – betreibt hier auf großer Fläche und ziemlich erfolgreich Biolandbau. Inmitten des Gehöfts erhebt sich ein Relikt aus dem Mittelalter. Es ist ein exquisites Stück spätgotischer Architektur, behutsam restauriert, die Reste einer ehemaligen Prioratskirche. Sie dient heute als "KulturOrt". Als Raum und Freiraum der Sorge für die immateriellen Bedürfnisse: Zur Ruhe kommen, in der Zwiesprache mit sich selbst und dem Dialog mit anderen neue geistige Perspektiven erschließen, gemeinsame Werte und Ziele definieren. Es sind Kulturorte – Denkorte – Lernorte wie dieser, die den Zusammenhalt von Gemeinwesen, von Regionen dauerhaft stiften. Wir brauchen sie dringender denn je. Die neue Bestimmung dieser Kapelle ist im Grunde eine Rückkehr zu den Wurzeln. Dieses Bauwerk entstand im Herbst des Mittelalters, einer Zeit multipler Krisen – Pest, Not, apokalyptische Ängste und Hunger nach Spiritualität.
 
 
Manfred Zimmer, 1. Vorsitzender der Lebenshilfe für Menschen mit Behinderungen e. V., hob hervor, dass der Wintringer Hof bereits 25 Jahre nach den Richtlinien der ökologischen Landwirtschaft bewirtschaftet wird und als Vorzeigebetrieb für den Ökolandbau wichtige Impulse für die nachhaltige Entwicklung in der Region Saarbrücken setzt.