Kulturort Wintringer Kapelle    
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Ein Priorat der Abtei Wadgassen

Eine Kontinuität von der Römerzeit bis ins Hochmittelalter und eine gesicherte frühmittelalterliche Entstehung ließen sich an der Stelle der jetzigen "Kapelle" nicht nachweisen. Sicher hingegen erscheint aufgrund von zuweisbaren Bestattungen, dass der ältere Vorgängerbau (11./12. Jh.), zumindest sekundär, als kirchlicher Kultbau genutzt wurde. Die Umbaumaßnahme mit kleinem Rechteckchor kann aufgrund der urkundlichen Ersterwähnung von Wintringen um 1320 in Urkunden der Prämonstratenserabtei von Wadgassen mit der Übernahme der Siedlungsstelle in Verbindung gebracht werden.

Die spätmittelalterliche Neubaumaßnahme erfolgte wohl als Ausbau dieser Wadgassener Außenstelle. Sie ist dem Rang und der Funktion nach vergleichbar mit einem "Priorat". Die qualitätsvolle Bauausführung der nunmehr als Wintringer "Kirche" zu bezeichnenden Anlage lässt auf eine repräsentative Aufgabe – etwa in Konkurrenz zu dem benachbarten Gräfinthal oder dem von Tholey abhängigen, nicht weit entfernten Zettingen – schließen.